Karfreitag

 

 

 

Am Karfreitag gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Das Wort „kar“ bedeutet Trauer. Ganz viele einmalige Traditionen und Formen haben sich für die Feier dieses Geschehens in der katholischen Kirche entwickelt und lassen so die besondere Stellung von Jesu Opfertod spürbar werden. In der Regel sind gerade die Kleinen zu einer Kreuzwegandacht eingeladen, in der die Bedeutung dieses Tages kindgerecht aufgegriffen wird.

 

 
 
Kinderkreuzweg in Unterbaldingen
 
 
 

 

Eingebunden ist Jesu Tod im Rahmen der „Heiligen Woche“ (Karwoche) in das Triduum Gründonnerstag (Abendmahl und Fußwaschung), Karfreitag und Osternacht (Auferstehung). Liturgisch wird das dadurch deutlich, dass der Gottesdienst am Gründonnerstag keinen richtigen Abschluss hat, der Karfreitagsgottesdienst weder liturgische Eröffnung noch Ende und die Osternacht auch ohne wirkliche Eröffnung beginnt. Diese 3 Feiern bilden also eine Einheit, wodurch auch deutlich wird, dass keiner ohne den anderen wirklich ganz ist.

 

 

 

Die Besonderheiten der Karfreitagsliturgie sind:

    • Sie beginnt am Nachmittag um 15.00 Uhr. Das entspricht der biblischen Zeitangabe „um die 9. Stunde gab Jesus seinen Geist auf“

    • Es läuten keine Glocken (sie werden durch Holzrätschen und –klappern ersetzt) und es spielt keine Orgel

    • In der Kirche gibt es nur dezenten Blumenschmuck, die Weihwasserbecken sind leer, die Osterkerze ist entfernt und die Kreuze sind verhüllt – alles Zeichen der Trauer und des Mitleidens

    • Die Liturgie besteht aus dem Wortteil mit der Passion (Leidensgeschichte Jesu) und den „Großen Fürbitten“ in den Anliegen der Kirche und der Welt und der feierlichen Kreuzenthüllung und – verehrung.

    • Nach dieser sehr stillen aber eindrücklichen Liturgie besteht in unseren Kirchen die Einladung zur persönlichen Besinnung und Anbetung, manchmal auch in Form einer gestalteten „Trauermette“ oder „Kreuzwegandacht“.

  

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